Vier Monate irgendwo zwischen Dublin und Belfast

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Dundalk - 02.11.2008

Wir sind wieder zurück! Von einer super Tour durch den Süden und (nochmal) Westen Irlands.
4 Tage, 3 Jungs und 3 Mädels, 1.600 Kilometer und zwei fragwürdige Schilder in den Heckscheiben der Mietwagen...
Nachdem wir am Sonntag Abend die beiden Autos in Dublin abgeholt hatten, kam irgendwer auf die Idee: das "Jungs-Auto" macht ein Schild für die Mädels und andersherum. Damit sollten dann beide für die nächsten Tage durchs Land fahren.
Gesagt, getan und die ersten kreativen Ideen liessen nach einer einläutenden Runde Bier nicht lange auf sich warten. Am nächsten Morgen hing in unserem Auto: "Who drinks drives better than me sober" (Wer trinkt fährt besser als ich nüchtern) und bei den Jungs: "To pay our trip through Ireland WE SING FOR YOU! 1 Song = 1 Euro. Please ask the driver!"



Unsere Cowboys und ihr Auto

Wir hatten danach für jedes Fehlverhalten im irischen Linksverkehr eine Entschuldigung ;-)
Am Montag morgen ging es um 9 Uhr vom Wohnheim los über Dublin und Kilkenny nach Cork, wo wir unser erstes Hostel gebucht hatten.
In Kilkenny haben wir uns eine alte Kathedrale und eine Burg angesehen.
Cork, die größte Stadt im Süden haben wir relativ spät erreicht, es war schon dunkel, weil wir auf dem Weg an der Südküste noch einen ganz romantischen Sonnenuntergang gesehen und länger Pause gemacht haben.



Unser Bilderbuch-Sonnenuntergang vor Cork


In Cork haben wir abends in einem Pub noch ein Absacker-Guinness getrunken und Live-Musik gehört, bevor wir in unsere komfortablen Hochbetten gefallen sind.
Am Dienstag ging es weiter zum Ring of Kerry, einem Nationalpark an der Südwest-Küste. Wir hatten tolles Wetter und die Landschaft war genau das, was man sich vorstellt, wenn man an Irland denkt: 100 unterschiedliche Grüntöne, schroffe Steilküsten und vereinzelt mal ein Cottage dazwischen.



Die Küste am Ring of Kerry

Das zweite Highlight an diesem Tag war unser Hostel in Killarney. Es war ganz klein und gemütlich und hatte einen offenen Kamin, an dem wir an dem Abend noch ein Glas Rotwein getrunken haben.
Am Mittwoch sind wir von Killarney über den River Shannon und die Cliffs of Moher nach Galway gefahren. Die Cliffs und Galway kannte ich schon, aber das war nicht schlimm - der letzte Tag hat mich eindeutig entschädigt!
Für Donnerstag hatten wir eigentlich "nur noch" die Rückfahrt von Galway nach Dublin geplant mit ein paar Stopps zwischendurch. Das Wetter war aber so toll, dass wir kurzerhand umentschieden haben und uns noch Connemara, einen Nationalpark ein bißchen nördlich von Galway, angesehen haben.
Connemara war für mich der schönste Tag unserer Reise! Die Landschaft war einfach fantastisch und wunderschön! Den Ring of Kerry habe ich mir in etwa so vorgestellt wie er tatsächlich aussah, aber Connemara hat mich überrascht. Ich hätte nicht mit so viel "Weite" gerechnet. Es hat mich zwischendurch an den Westen in den USA erinnert.



Connemara

Jedenfalls war es traumhaft, auch, wenn dieser Tag eine Autofahr-Ochsentour war! ;-)
Wir sind in Dublin um 9 Uhr abends angekommen und waren etwa um 11 wieder zurück in Dundalk. Alle waren platt und haben am Freitag erstmal lange, lange ausgeschlafen.



Gruppenbild im ersten Hostel

Am Freitag Abend haben wir Halloween gefeiert und  Feuerzangbowle gemacht: 12 Personen, 8 Flaschen Rotwein und eine gute halbe Flasche Rum! Wir hatten natürlich keine Feuerzange und leider auch keinen Zuckerhut, aber wir konnten mit Zuckerwürfeln und einem Pfannenwender ganz gut improvisieren.
Seit gestern lernen wir wieder (muß ja zwischdurch leider auch mal sein ;-) und ab morgen geht die Uni wieder los.

Das wars von mir für heute. Ganz liebe Grüße an Euch alle
Eure Isa

2.11.08 13:43

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