Vier Monate irgendwo zwischen Dublin und Belfast

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Dundalk - 15.09.2008

Hallo zusammen!
Letzte Woche war "Freshers Week" und die erste Vorlesungswoche an der Uni. So hatten wir die Möglichkeit, in ganz entspannter Atmosphäre auch ein paar andere Studenten kennenzulernen.
Das Kursprogramm ist ziemlich straff für dieses Semester, die Vorlesungen und Leistungsnachweise sind ähnlich wie in Deutschland. Wir haben neben den Klausuren am Ende des Semesters mehrere Gruppenarbeiten, Diskussionen und Präsentationen (Erstellung und Präsentation eines Marketingkonzeptes, Analyse und Präsentation von unterschiedlichen Management-Fallbeispielen etc.).
Die Gruppen werden von den meisten Profs so zusammengestellt, dass unterschiedliche Nationalitäten zusammenarbeiten.

Am Wochenende habe ich mit meinen Kommilitonen aus Deutschland einen Ausflug an die Westküse gemacht.
Im Moment machen wir noch einiges zusammen. Es ist für alle neu hier und eine Umstellung: anderes Land, andere Sitten, andere Umgebung, das Zusammenleben auf relativ engem Raum...
Es tut zwischendurch gut, wenn man bekannte Gesichter um sich hat und auch mal über zu Hause reden kann oder einfach nichts sagen kann.

Aber jetzt zu unserem Trip in den Westen: Wir sind am Samstag ganz früh mit dem Bus nach Dublin gefahren und von dort aus mit einem Mietwagen in Richtung Galway (größte Stadt im Westen) aufgebrochen.
Es war etwas eng auf der Rückbank, weil wir zu fünft im Auto waren, aber wir haben den Beifahrer-Platz abwechselnd aufgeteilt und so hat es gut geklappt, trotz langer Tour.
Der erste Halt auf der Strecke war Tullamore. Die Destille konnte man leider nicht besichtigen, da der Whisky in Cork (Süden Irlands) hergestellt wird, aber eine kleine Ausstellung. Anschließend ging es weiter nach Clonmacnoise - viele alte irische Steine ;-). Clonmacnoise ist eine religiöse Siedlung, die ursprünglich von Handwerkern gegründet wurde. Die ersten Kirchen und Tempel bestanden aus Holz. Später wurden dann Kirchen, Tempel, Grabtische und Kreuze aus Stein gebaut. Darunter ist auch das sogenannte Bibelkreuz, das heute noch steht und mit knapp vier Metern Höhe eines der schönsten, typisch irischen Hochkreuze sein soll.



Clonmacnoise - im Hintergrund seht ihr die Überreste der Kathedrale, davor eine Nachbildung des Bibelkreuzes, das Original stand in einer Ausstellungshalle.

Inzwischen war es später nachmittag und wir sind von Clonmacnoise durchgafahren bis zu unserem Hostel, das westlich von Galway, am Anfang des Naturschutzgebietes Connemara, lag.
Die letzten Kilometer waren trotz des Regens sehr, sehr schön, weil die Straße direkt an der Küste entlang lief.
Am nächsten Morgen hatte es sich leider eingeregnet und da kein Wind ging war mit einer Besserung des Wetters in den nächsten Stunden nicht zu rechnen. Deshalb haben wir uns anstelle von einer Tour durch Connemara für eine Stadttour durch Galway und eine Fahrt zu den "Cliffs of Moher" entschieden.
In Galway, genauer gesagt in Claddagh, einem Vorort von Galway, haben wir die Geschichte des Claddagh-Rings erfahren. Der Ring symbolisiert Treue, Freundschaft und Liebe und ist in der Region ein uraltes Schmuckstück.
Ansonsten ist Galway eine verhältnismäßig kleine aber sehr schöne Stadt, in der hauptsächlich Handel per Schiff betrieben wurde.



Eine Einkaufsstraße in Galway.

Die anschließende Tour zu den Cliffs war sehr schön, aber kurvig: eine Stunde Serpentinen auf Straßen, die nicht breiter waren als das Auto - aber es hat sich gelohnt!
Die Cliffs of Moher sind etwa 100 km südlich von Galway und so bekannt, weil sie mit bis zu 230 Metern höher aus dem Meer ragen als jede andere Klippe in Irland - der Blick war beeindruckend!



Die Cliffs of Moher.

Als wir abends um halb zehn in Dublin angekommen sind, waren alle müde, aber zufrieden - wir hatten einiges gesehen.
Die Busfahrt war still und jeder hat die Eindrücke vom Wochenende nochmal Revue passieren lassen oder einfach nur geschlafen.
Heute ging die Uni wieder los, wir lesen uns in die Bücher ein und ich bin gespannt was die zweite Vorlesungswoche bringt.
Euch allen einen schönen Start in die Woche und viele liebe Grüße nach Deutschland,

Eure Isa

15.9.08 15:30

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leo (16.9.08 04:47)
Hi Isa,

das sind ja super interessante Bilder.
Ich habe mich mit einer Amerikanerin unterhalten, die schon öfters in Irland gewesen ist und sie sagte sie hätte es so gemocht, weil Leute und Kultur so unvergleichlich freundlich wären. Darauf meinte sie, dass denen ja allerdings ja auch nichts anderes übrig bleibt bei dem Wetter.
Die Fotos spiegeln das ja irgendwie wieder.
Ich wünsche dir viel Erfolg für den Start in der Uni. Schreib weiter und halte uns informiert.
Bis bald
Leo


moeppii (16.9.08 09:33)
sieht aber naß aus. liebe Grüße aus fucking Stuttgart! the m


Simon (25.9.08 04:54)
Wie coooooool!

Hatte fast vergessen, dass ich auch schon mal an den Cliffs war, als ich damals für 3 Wochen in Dublin war.

Super entspannende Atmosphäre da.

Freu mich echt für dich, dass du so viele Trips machen kannst. Ich will hier zwar immer Trips machen, aber bin am WE oft zu faul.

Aber danke für die tollen Bilder!

Bis bald,

Simon

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