Vier Monate irgendwo zwischen Dublin und Belfast

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Dundalk - 07.09.2008

Es gibt wieder was zu berichten aus der Provinz!
Nach einem gemütlichen DVD-Abend am Donnerstag in unserer WG, an die ich mich schon richtig gewöhnt habe, sind wir am Freitag an der Uni zum Englischtest und zur Registrierung angetreten.
Der Test lief über zwei Stunden und bestand aus drei Teilen: freies Schreiben (warum wir uns für Dundalk entschieden haben etc.), ein Lesetext mit Verständnisfragen und ein Lückentext, bei dem die Grammatik auf Herz und Nieren geprüft wurde.
Der Test war, obwohl ich in der Sprache ziemlich fit bin, relativ anspruchsvoll.



Christina hat vor dem Test schonmal vorsorglich den Kopf Richtung Tisch gesenkt - wieso testen und studieren, wenn man sich hier so gut mit anderen Dingen beschäftigen kann?


Die Registrierung der Erasmus-Studenten war ziemlich chaotisch. Es gab fünf oder sechs hintereinander angeordnete Stuhlreihen und nach irgendeinem System - oder Nicht-System - wurde nach vorne aufgerückt. Weil ich es, als ich reingekommen bin, wirklich nicht verstanden habe, habe ich mich auf einen freien Platz in der ersten Reihe gesetzt und war dann ganz schnell fertig :-)
Wir wurden dann für unsere Kurse registriert, haben ein Handbuch von der Uni bekommen, unsere Zugangsdaten zu den Uni-Rechnern und für die Bibliothek und unseren Studentenausweis.
Kurz am Rande: Am Freitag hat es hier mehr oder weniger ohne Pause geregnet. Das hier ist ein ziemlich typisches Bild.
Und noch eine Randnotitz dazu, die mir gerade einfällt: angeblich gibt es auf gälisch mehr Wörter für Regen als die Inuit Wörter für Schnee haben!



Man beachte die Tüte!

Gestern war das Wetter besser. Das haben wir ausgenutzt und haben mit unseren Second-hand-Bikes eine Tour ins benachbarte Black Rock gemacht. Das ist ein noch kleinerer Ort südlich von Dundalk. Wir sind erst nach Dundalk zum Soldiers Point gefahren (der äußerste Punkt der Stadt, der direkt an der Mündung zum Meer liegt) und von dort aus über eine wunderschöne Küstenstraße nach Black Rock. In Black Rock haben wir uns in einem Pub einen traditionellen Whisky gegönnt, der hier auf Zimmertemperatur und mit einer Karaffe Wasser serviert wird. Die Iren trinken Whisky pur oder verdünnen ihn solange mit Wasser bis er mild in der Kehle schmeckt - er darf nicht brennen.



Vor dem Pub in Black Rock - ein Cappy ist bei dem Wind hier Gold wert!

Die Rückfahrt war dementsprechend etwas mühselig, aber schön.
Gestern Abend haben wir uns das irische Nachtleben angesehen, wenn man davon sprechen kann, eigentlich sollte man Abendleben sagen, denn die Iren fangen früh an und hören relativ früh auf. Offiziell schließen die Pubs um halb eins, die Clubs spätestens um drei. Die Iren trinken deshalb schnell!
Bei unserem Pub-Besuch haben wir eine weitere Landessitte kennengelernt: als nur noch einer von uns ein Bier vor sich hatte wurden wir gefragt, ob wir noch eine Runde ordern wollen. Wir haben gesagt, dass wir nach dem Bier gehen und wurden daraufhin relativ unfreundlich gebeten, uns mit dem letzten Glas gefälltigst zu beeilen.
Heute habe ich mir eine "Auszeit" genommen und bin zu Hause - die ganze Zeit in großen Gruppen ist, so schön wie es ist, aber auch anstrengend, jetzt muß ich mal abschalten.
Morgen fahren wir mit dem Zug nach Belfast und schauen uns die Stadt an. Es muß dort ein paar sehr schöne Bauten aus dem 19. Jh. geben, ein kleines Händlerviertel, das im Stadtkern liegt und einen Markt, ansonsten ziemlich viel Industrie.
Ich bin gespannt.
Am Dienstag starten die Vorlesungen und die sogenannte "Freshers Week", mit der die Studenten an der Uni begrüßt werden. In dieser Woche gibt es unterschiedliche Aktionen, z.B. ein BBQ auf dem Campus, Comedy Acts, eine Band in der College-Bar usw.
Wie gesagt, die geben sich hier richtig Mühe!
Das war mein Bericht für heute. Euch allen noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße von der Insel.

Eure Isa

P.S.: Da einige gefragt haben: Ich habe im Blog neben den Berichten unter "Galerie" noch ein paar zusätzliche Bilder eigestellt. Die aktualisiere ich häufiger als die Texte.

P.P.S.: Danke für die vielen Rückmeldungen und Kommentare. Darüber habe ich mich sehr gefreut!



Die Küste zwischen Dundalk und Black Rock!

7.9.08 14:23

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leo (7.9.08 19:13)
Hi Isa,

freut mich echt zu hören, dass es dir dort so gut geht. Wie haben ja gerade kurz telefoniert und es war echt schön zu hören, was für einen zufriedenen Eindruck du machst.
Ich finde auch sehr schön, dass sich die Kellner in Irland nicht anders verhalten, als die auf der Ratinger Straße:"Wenn du kein Bier mehr willst, verschwinde gefälligst!"

Ich wünsch dir weiterhin alles alles Gute, mach was draus(aber das tust du ja eh schon),
bis hoffentlich bald,
Leo


Kerstin (10.9.08 13:06)
Huhu Isa,
schön, dass Du gut angekommen bist und das es Dir so super gefällt. Das hört sich doch auch alles prima an. Obwohl ich glaube, es ist schöner in Baumwollbettwäsche zu poofen ;-) Hier gibt es nicht so viel Neues. Fliege heute mit unserem Junior-Chef nach Polen bis Freitag und der Ingo kann gespannt sein, ob er mich am Freitag wiedersieht oder 3 Lada's vor der Tür stehen, für die ich eingetauscht worden bin :-)
Nun gut, dann noch viel Spaß und tu nichts, was ich nicht auch tun würde ;-)
Liebe Grüße aus dem schönen Ddorf
Kerstin

PS: Und denk immer dran, Kalzium ist gut für Dich!!!!! ;-) (s. Mensa Bild)

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